Thema: „gefühlte und reale Zeit“
Technik: Acryl und Blattgold auf Leinwand 60 x 80 cm
Die Schülerinnen des BK Leistungskurses 12 haben sich mit dem Thema der Zeit auseinandergesetzt.
In den Kulturen der Welt spielt die Zeit eine tragende Rolle. In vielen indigenen Kulturen, wie den nordamerikanischen Ureinwohnern, wird Zeit als zyklisch betrachtet. Rituale, die mit Jahreszeiten, Erntezyklen oder Naturereignissen verbunden sind, betonen den Kreislauf von Geburt, Tod und Wiedergeburt. Im Buddhismus wird Zeit oft als Illusion betrachtet. Rituale wie die Meditation und die Achtsamkeitspraxis betonen die Bedeutung des gegenwärtigen Moments und die Akzeptanz der Vergänglichkeit. In der chinesischen Kultur steht das Mondfest für Bedeutung von Zeit im Einklang mit natürlichen Zyklen.
In der Kunstgeschichte wird Zeit auf verschiedene Arten thematisiert, chronologisch, metaphorisch, durch Flashbacks oder Flashforwards, durch die Thematisierung der Vergänglichkeit, durch Dehnen von Zeit, Metaphern, Zeitreisen oder symbolische Ausdruckswerte.
Natalie hat sich mit dem Thema der Vergänglichkeit auseinandergesetzt: Ihr Ziel war es, die Vergänglichkeit durch die Inszenierung eines schmerzhaften Moments, des Abschiedskusses, darzustellen. Die Betrachter*innen sollen dadurch zum Nachdenken angeregt werden, dass jeder geliebte Mensch eines Tages von uns gehen wird.
Das vorliegende Werk überzeugt durch eine besonders hohe künstlerische Qualität und einen sensiblen Umgang mit den gestalterischen Mitteln.
Wir gratulieren Natalie Klimek zum herausragenden Kunstwerk!