Termine

09.05. - 02.06.17

Ausstellung BK und Erasmus im Rathausfoyer

29.05.-02.06.17

Keltenwoche Jg. 5

02.06.17

Besuch des Planetariums MA Jg. 10 

02.06.17

Autorenlesung "Edelweißpiraten" Jg. 9

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Schulbroschüre






Methodentraining 2010

Über die Trainingstage zur Förderung der Methodenkompetenz berichtete am 15.09.2010 die Rheinpfalz in ihrer Mittwochsbeilage "Marktplatz":

PROPP: Gewalt- und Drogenprävention

 

 

Pädagogische Zielsetzung

Gerade an einer Ganztagsschule wie der unseren verbringen die meisten Schüler und Schülerinnen einen nicht unerheblichen Teil des Tages bzw. der Woche an ihrer Schule. Dabei soll und muss Schule mehr sein als das Aneignen von Wissen. Schule hat auch einen pädagogischen Auftrag.

Unser Ziel muss es sein, die Persönlichkeit von Kindern und Jugendlichen zu stärken und sie zur Bewältigung ihres Lebens zu befähigen. Deshalb wollen wir die Grundlagen schaffen für ein sozial verträgliches, aggressionsarmes Zusammenleben von Schülern um damit zu einer konstruktiven Konfliktbewältigung in der Schule beizutragen.

 

 

Inhalte

Ein wichtiger Pfeiler der Gewalt- und Drogenprävention an unserer Schule ist das in den Klassenstufen 5 und 6 durchgeführte „MUT-Programm“ (für „ Miteinander umgehen trainieren“).
Dieses Projekt beruht auf dem „Programm zur Primärprävention: Kinder und Jugendliche stark machen - Konflikte lösen (kurz: PROPP)und ist speziell für Schulen von Lehrern und Psychologen entwickelt worden. Es wurde an über 100 Schulen erprobt und wird vom Land Rheinland-Pfalz empfohlen. An unserer Schule begannen wir mit der Umsetzung im Schuljahr 2002/03.
Bei diesem Programm soll präventiv, also vorbeugend, gearbeitet und die Kinder und Jugendlichen gestärkt werden. So sollen mit verschiedenen Übungen das Selbstkonzept hinterfragt und die Sozialkompetenz gefördert werden, d.h. das Selbstwertgefühl und das Selbstvertrauen ebenso wie die Kontakt- und Kommunikationsfähigkeit. Spezielle Themen sind z.B. Klassenklima, Außenseiter, Stärken und Schwächen, Gefühle zeigen und Wünsche mitteilen, Interessen durchsetzen und mit Enttäuschungen umgehen, Kompromisse finden.

Konkret ist das Programm in 3 Stufen aufgebaut:

Selbstkonzept
Hier soll der Frage „Wie bin ich und wie sehen mich andere?“ nachgegangen werden. Dabei werden sowohl die Stärken als auch die Schwächen des Einzelnen, seine Wünsche und Träume ebenso wie seine Probleme thematisiert. Darüber hinaus gibt es Entspannungsübungen z.B. mit Traumreisen.

Sozialkompetenz
In diesem Bereich soll gelernt werden, sich auf sein Gegenüber einzustellen und dessen Beweggründe zu verstehen. Dabei werden folgende Schwerpunkte gesetzt:

    • Rollenverhalten
    • Umgang mit Kritik (austeilen und einstecken)
    • Gefühle (Wie fühlst du dich, wenn…? , Gefühle am Gesichtsausdruck erkennen, …)
    • Kompromisse

Konfliktbewältigung
Im letzten Baustein soll trainiert werden, Konflikte zu erkennen und Strategien zu ihrer Bearbeitung zu entwickeln. Dabei werden insbeson­dere das aktive Zuhören, das Formulieren der eigenen Wünsche, aber auch das Neinsagen (z.B. bei Drogen, Gewalt, Mobbing) geübt und so die Streitkultur gefördert.

 

 

Realisierung im Schulalltag


Für die Realisierung dieses Programms haben einige KollegInnen die entsprechenden Fortbildungen des IfB und regionalen Arbeitsgemeinschaften besucht bzw. sich von erfahreneren KollegInnen anleiten lassen. Die PROPP-Übungen sind gut aufbereitet zusammengetragen worden und werden von den durchführenden LehrerInnen an die jeweilige Klassensituation angepasst bzw. ergänzt.
Das MUT-Projekt wird im Allgemeinen in Doppelstunden mit 2 Lehrkräften umgesetzt. Dabei können die Schüler selbst entscheiden, wie stark sie sich einbringen. Manche geben nur ungern Persönliches preis oder wollen / können sich nicht auf Traumreisen einlassen. Mit Sanktionen muss nur rechnen, wer die gemeinsame Arbeit gezielt stört. Noten gibt es nicht.
Die insgesamt eher spielerische Gestaltung dieses Unterrichts ist sicher einer der Gründe für die große Akzeptanz und Beliebtheit bei den Schülern.

Für die Lehrer sind neben dem besseren Klassenklima noch weitere Aspekte von Bedeutung:

    • Das Arbeiten in Gruppen wird trainiert. Auch in zufällig zusammengesetzten Gruppen wird zielstrebig und sachorientiert gearbeitet.
    • Das Umräumen des Klassensaals für die verschiedensten Unterrichtsformen läuft schnell und relativ leise ab.
    • Die Schüler lernen sich und ihre Verhaltensweisen eher zu hinterfragen. Sie kritisieren – auch Lehrer (!), können aber auch mit Kritik umgehen. Dabei ändert sich insbesondere der Ton.

Fazit:
Das Programm ist ein für alle Beteiligten lohnendes Projekt.

Wir hoffen, wir konnten mit diesem Artikel neugierig machen und einen kurzen Eindruck geben, welche Inhalte und welche Arbeit mit den Schülern hinter dem Entwicklungsschwerpunkt „Gewalt- und Drogenprävention“ stecken.

Für weitere Informationen stehen die beteiligten Lehrer und Lehrerinnen gerne zur Verfügung.

Bertha von Suttner Integrierte Gesamtschule
Im Stadtwald
67663 Kaiserslautern

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